Ich hab schon viele Rinderställe in ganz Österreich gesehen. Aber da war selbst ich überrascht. Zu Besuch bei einem unserer M-Rind-Bauern, Wolfgang Huemer, der mit seiner Frau Anja einen Milchviehbetrieb in St. Georgen in Attergau führt, unterhalten wir uns über die große Hitze im Sommer. Auf meine Frage, wie es da seinen Tieren gegangen ist, meint Wolfgang: „Weißt du, mir ist wichtig, dass es den Tieren immer noch ein bissl besser geht. Die 38 Grad waren ihnen natürlich viel zu heiß, auch wenn es in einem offenen Laufstall immer ein bisschen durchziehen kann. Also bin ich in den Baumarkt und habe mir ein paar Materialien besorgt. Und dann im Stall eine Kuhdusche installiert.“ Das wollte ich natürlich in Action sehen, denn eine „Kuhdusche“ hatte ich noch nie gesehen.

Stall von Familie Huemer

Wolfgang hat die Dusche eingeschalten und trotz frischem Futter sind sofort fast alle Kühe in Richtung Dusche, haben sich daruntergestellt und „anregnen“ lassen oder sogar das ganz fein zerstäubende Wasser getrunken. Erst als sie richtig gut nass waren, haben sie sich wieder ihrem Futter gewidmet.

Ein Bild für Götter.

Tierwohl

Mir gefällt die Aussage von Wolfgang, der sagt: Mir ist sehr wichtig, dass es meinen Tieren gut geht. Und immer noch ein bisschen besser. Und der ganz kreativ Abhilfe schafft, wenn es seinen Tieren mal zu heiß ist. Dazu muss man vielleicht wissen, dass die optimale Temperatur für Rinder bei ca. 4 bis 5 Grad Celsius liegt. Also deutlich kühler, als wir Menschen das angenehm finden. Und Wolfgang schaut nicht nur auf die richtige Temperatur. Er ist Mitglied beim Tiergesundheitsdienst, achtet sehr auf die Gesundheit seiner Tiere und füttert sie gentechnikfrei. Damit erfüllt er auch die Voraussetzungen, um M-Rind-Bauer zu sein.

M-Rind-Programm

Was ist ein M-Rind-Bauer? McDonald’s Österreich hat gemeinsam mit seinen Partnern 2004 ein Qualitätsprogramm für Rinderbauern ins Leben gerufen. Und rund 11.500 Betriebe sind bereits Mitglied in diesem M-Rind-Programm. Die Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst, ein zertifiziertes Fütterungsmanagement und gentechnikfreie Fütterung bedeuten, dass der Bauer bis zu 100 Euro mehr für sein Tier erlösen kann. Weil uns das Tierwohl und eine langfristige Partnerschaft mit den österreichischen Bauern wichtig ist.

Familie Huemer

Mehr Infos zum M-Rind-Programm findest du auch hier.